Banken/Kredit » Bankenrettung

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Der Begriff der Bankenrettung ist spätestens seit der Lehman-Pleite ein gängiger Begriff. Die Lehman Brothers Inc. mit Hauptsitz in New York war eine Investmentbank, die im September 2008 im Rahmen der Finanzkrise Insolvenz anmelden musste. Unter der Bankenrettung versteht man verschiedene Versuche der Bundesregierung, Banken mit sog. „Rettungspaketen“ in der Wirtschaftskrise vor einem ähnlichen Fall zu bewahren.

Im Jahre 2008 wurde von Bundestag und Bundesrat das deutsche Bankenrettungspaket verabschiedet. Es trat am 19. Oktober 2008 in Kraft. Begleitet wird das Gesetz von der Banken-Treuhandanstalt, die offiziell "Finanzmarktstabilisierungsanstalt" oder kurz „FMSA“ genannt wird. Durch diese Treuhandanstalt wird der Rettungsfonds verwaltet, der je nach Bedarf vom Bundesfinanzminister aufgefüllt wird. Von dem Paket zur Bankenrettung kann jedes Finanzinstitut profitieren, das seinen Sitz in Deutschland hat. Damit hat Deutschland einen weitaus besseren Schutz gegen Bankenpleiten geschaffen, denn die Regierungschefs der G7-Staaten und der EU haben sich untereinander lediglich da verpflichtet, die sog. „systemrelevanten Finanzinstitute“ zu unterstützen.

Braucht eine Bank oder ein anderes Finanzinstitut Kapital, wendet sich der Vorstand an die Bankentreuhand. Sie beteiligt sich durch Aktien am Finanzinstitut. Maximal kann der Rettungsfonds ein Drittel der Bank besitzen und das in stimmrechtlosen Vorzugsaktien. Dies bedeutet, dass die Banken-Treuhand keine Informationspflichten hat und auch keine Übernahmeangebote an die Altaktionäre richten muss.

Bildquellenangabe: geralt (Gerd Altmann) / pixabay.com

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