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Ratingagenturen sind private, gewinnorientierte Unternehmen, die die Bonität von Firmen, Staaten und Finanzprodukten bewerten. Kurzum: Ratingagenturen bewerten die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls von Forderungen. Die Bewertung dieser Ratingagenturen nehmen eine unmittelbare Auswirkung auf die Märkte. Weltweit liegt diese Macht bei den Firmen Standard & Poor´s, Moody´s und Fitch.

Das Ergebnis ihrer Untersuchung fassen die Ratingagenturen in einem sog. Ratingcode zusammen, der umgangssprachlich einfach nur Rating genannt wird. Bei diesem Ratingcode handelt es sich um Buchstabenkombination, die von AAA (beste Bonität) bis D (zahlungsunfähig) reicht. Durch die Ratingcodes wird vorerst nur eine Rangfolge wiedergegeben.

Ratingsagenturen stehen derzeit sehr in der Kritik, denn ihre Entscheidungen nehmen gerade in der Problematik um die Eurostabilität und die Eurokrise entscheidende Einflüsse auf das Wirtschaftsgeschehen. So ist derzeit im Gespräch, dass die Ratingagenturen recht viele europäische Länder, unter denen sich auch Deutschland befindet, in ihrem guten Rating herabstufen wollen. Dies bedeutet in der Praxis, dass sich durch einen Verlust einer guten Bonität, die Zinsen für Kredite, die die herabgestuften Länder in Anspruch nehmen, erhöhen. Gleiches gilt auch bei Herabstufungen von Unternehmen durch Ratingagenturen. Allein weil die Ratingagenturen eine solche Macht ausüben, und Firmen und Staaten in den Ruin treiben können, stehen sie sehr in der Kritik.

Bildquellenangabe: geralt (Gerd Altmann) / pixabay.com

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