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Der Begriff Stresstest ist vor allem aus der Finanzwirtschaft bekannt, wird aber auch in weiteren Zusammenhängen verwendet, wie beispielsweise in der Psychologie, der Informatik oder bei Kernkraftwerken. Im Finanzwesen handelt es sich bei einem Stresstest um ein Instrument des Risikomanagements. Durch das Durchspielen verschiedener Szenarien sollen die Auswirkungen von starken Veränderung auf Unternehmen oder Renditen untersucht werden.

Man macht in der Finanzwelt einen Stresstest, um in erster Linie das Marktrisiko besser einschätzen zu können. So wird durch den Stresstest ermittelt, welcher Verlust beispielsweise bei einer Risikoposition von Wertpapieren hinzuzunehmen ist, wenn eine bestimmte Situation eintreten würde.

Durchgeführt wird der Stresstest bei Kreditinstituten (Banksicherheit) sowie Fondsgesellschaften oder Versicherungen. Sie sind hier zum Teil sogar gesetzlich vorgeschrieben, damit deutlich gemacht werden kann, welche Auswirkungen sich auf die Ertrags- und Eigenkapitalsituation ergeben, wenn bestimmte Krisen eintreten würden. Der Stresstest dient dabei der Vorbeugung einer Unternehmenskrise von Finanzdienstleistern.

Einen besonderen Stellenwert hat der Stresstest der Banken nach der Finanzkrise 2007 und der Bankenpleite der Lehman Brothers im Jahre 2008 eingenommen. Diese Geschehnisse haben gravierende Auswirkungen auf die weltweite Volkswirtschaft genommen. Die Funktionssicherheit von Kreditinstituten, Versicherungen und Finanzdienstleistern ist aber für eine funktionierende Volkswirtschaft unbedingt erforderlich, sodass daraufhin die Stesstests auf den wichtigsten Finanzmärkten eingeführt wurden.

Bildquellenangabe: geralt (Gerd Altmann) / pixabay.com

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